Messedesign

Messedesign (engl. Gestaltung, Entwurf von Messen) bezeichnet den Prozess des bewussten Gestaltens, im kreativen, sowie auch im technisch-konzeptionellen Sinn. Maßgebend bei gutem Design ist die Grundregel „form follows function“, d.h. der Anwendungszweck steht in der Wichtigkeit über der endgültigen Gestaltung des Objekts oder der Sache, um gegenüber dem Nutzer eine optimale Kommunikation zu schaffen. Sehr relevant für gutes Messedesign ist umfassendes Fachwissen über Semantik, Semiotik, Farbstimmungen und Formgebung.

Die Gestaltung der Grafikflächen, Modellbauten und die Entwicklung von Sonderpräsentationen fließen in die Planung mit ein und geben so dem Messestand eine persönliche Note. Die Auswahl für das Messedesign muss auf die Marke zugeschnitten sein. Die Präsentation der Produkte kann z.B. mittels hinterleuchteten Kommunikationsflächen oder auch durch weit sichtbare Logos dargestellt werden. Wichtig ist hierbei das Gesamtkonzept. Messedesign erklärt sich über die Formgebung und Gestaltung Ihres Messestandes. Um einen erfolgreichen Markenauftritt zu erleben ist das Einpassen der Besprechungsräume mit den Produktpräsentationen und etwaiger Arbeitsplätze in eine formgebende Gesamtstruktur unerlässlich.

Das Messedesign bestimmt die firmentypische, unverwechselbare Optik des Standes. Architektonische Experimente und Prestigedenken sind hier unangebracht. Das Auge übermittelt den Großteil der Informationen. Bevor Exponate, Grafiken oder Typografie im Detail betrachtet wird, muss das Objekt im Gesamten den Betrachter ansprechen. Will man anbieten, zeigen oder werben, muss man sein Angebot sichtbar machen.

Ein wichtiger Teil im Messedesign ist die Visualisierung von Informationen durch grafische Mittel wie Formen und Farben. Um den Messebesuch so angenehm wie möglich zu gestalten, gliedern sich Orientierungshilfen durch visuelle Kommunikation nach Fern-, Nah- und Detailkennung. Der potenzielle Kunde sollte den Messestand in der Halle so schnell wie möglich finden können. Neben Lage und Größe des Standes sind die Positionierung des Firmenlogos und die firmenspezifische Farbgestaltung essentiell für eine gute Fernkennung. Beim Stand angekommen, sollte dann der für ihn relevante Bereich sofort erkennbar sein, Produkt- und Informationsgruppen müssen für eine effektive Nahkennung voneinander getrennt sein. Sie schafft, ohne technische Detailaussagen vorwegzunehmen, den themenbezogenen Rahmen.

Wichtige Mittel der Naherkennung im Messedesign sind Firmenschriftzug, Themenüberschriften, Grafiken und Produktfarben.
Neben einer einprägsamen Präsentation erwartet der Interessent kurze Erläuterungen zu den ausgestellten Objekten. Diese direkte räumliche Zuordnung von Informationen zum Exponat wird als Detailkennung bezeichnet, welche ebenso ein Bestandteil der Information als auch der Präsentation ist.
Wichtige Mittel zur Detailkennung sind Fotografien, Filmprojektionen und Mediaschauen. Nicht selten werden diese Methoden im Messedesign auch im Verbund miteinander eingesetzt. Informationsvisualisierungen werden überwiegend von vier sich ergänzenden Bestandteilen bestimmt: Grafik erleichtert beispielsweise technische Darstellungen, gut eingesetzte Typografie, Fotos und audiovisuelle Medien erfreuen das Auge, während die Standfarbe für eine angenehme Atmosphäre sorgen.

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